18.09.2014

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Auflösung der Erbengemeinschaft

Die Auseinandersetzung

Die Erbengemeinschaft wird durch die Auseinandersetzung beendet. Mit Auseinandersetzung ist die Verteilung der Nachlassgegenstände gemeint. Nach Begleichung der Nachlassverbindlichkeiten hat jeder Erbe einen Anspruch auf Verteilung des Nachlasses soweit keine nachfolgenden Ausnahmen vorliegt. Die Auseinandersetzung ist ausgeschlossen, sofern der Erblasser die Teilung ausgeschlossen hat. Dieser Ausschluss kann maximal für dreißig Jahre erklärt werden. Trotz Auseinandersetzungsverbot kann ausnahmsweise doch die Teilung verlangt werden, wenn die Erbengemeinschaft zu einer gemeinsamen Verwaltung nicht in der Lage ist. Weiterhin kann die Auseinandersetzung nicht verlang werden, solange ein Miterbe icht feststeht.

Im Fall des Testamentsvollstreckers ist dieser für die Auseinandersetzug zuständig. Die Auseinandersetzung braucht nicht zwingend auf einmal vorgenommen werden. Die Erben können auch Teilauseinandersetzungen vornehmen. Dies ist insbesondere dann sinnvoll, wenn man sich über der Auseinandersezung einzelner Gegenstände noch nicht einig ist. Bei der Auseinandersetzung sind die Erben selber frei. Über Teilungsanordnungen können sich die Erben hinwegsetzen, sofern sie sich hierüber einig sind. Wie die Erben die einzelnen Gegenstände bewerten, liegt in ihrem Ermessen. Bei der Verteilung müssen etwaige Ausgleichspflichten beachtet werden. Die Auseinandersetzung kann grundsätzlich formfrei erfolgen. Befinden sich unter dem Nachlass Gegenstände, über die nur durch notarielle Urkunde verfügt werden kann, so bedarf es insoweit der notariellen Urkunde. Hierunter fallen beispielsweise Grundstücke. In Hinblick auf die Kosten kann bezüglich des Grundstücks eine Teilauseinandersetzung vorgenommen werden, so dass nur hierfür Notarkosten entstehen.

Können sich die Erben hinsichtlich des Nachlasses nicht einigen, so kann in Bezug auf Grundstücke die Teilungsversteigerung vorgenommen werden. Die Teilungsversteigerung führt insoweit nicht zur Auseinandersetzung, sondern dazu, dass der Versteigerungserlös in den Nachlass fällt. Geld läßt sich bekanntlichermaßen jedoch besser teilen als ein Grunstück. Soll die Auseinandersetzung der Erbschaft selber erzwungen werden, so gibt es das Instrument der Auseinandersetzungsklage. Die Auseinandnersetzungsklage ist eine Klage auf Zustimmung zum Teilungsplan, den der Erbe zunächst zu entwerfen hat. Bei dem Teilungsplan hat der Erbe insbesondere auch die Nachlassverbindlichkeiten zu berücksichtigen. Bevor man in Erwägung zieht Teilungsklage zu erheben, sollte genau geprüft werden, ob man sich nicht doch einigen kann.

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